Digitale Keilschriftbibliothek

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Gemeinsam mit dem Seminar für Altorientalistik der Universität Göttingen hat die GWDG Ende 2007 das DFG-Projekt "Digitale Keilschriftbibliothek Lexikalischer Listen aus Assur" abschließen können. Die im Rahmen des Projektes erstellten Webseiten mit Abbildungen der bearbeiteten Keilschrifttafeln und vielen weiteren Informationen sind seit Ende 2007 auch öffentlich zugänglich. Sie können unter dem URL http://keil.uni-goettingen.de eingesehen werden. Dem Nutzer werden bei dieser Publikationsform Fotos der Tontafeln in hoher Auflösung angeboten, daneben Transliterationen der einzelnen Listeneinträge mit Verweisen auf die Referenzwörterbücher sowie eine Bedeutungsangabe für jedes Lemma. Bei einem großen Teil der Texte werden auch Autographien zur Verfügung gestellt. Transliterationen und Autographien können als PDF-Dateien individuell ausgedruckt werden. Die Keilschrifttafeln stammen aus der Zeit von ca. 1400 - 650 v. Chr. und wurden bei Grabungen in der antiken Stadt Assur, im Norden des heutigen Irak, gefunden. Assur war bis zum Beginn des 9. Jahrhunderts v. Chr. Hauptstadt des assyrischen Reiches. Auch später blieb Assur stets ein wichtiges kultisches Zentrum des Landes. Die sumerische Keilschrift stellt die älteste Schriftform der Menschheit dar. Sie entstand um 3500 v. Chr. aus einer einfachen Bilderschrift, die sich zu einer Lautschrift weiterentwickelte. Die Keilschriftzeichen wurden in der Regel mit einem kleinen Holzkeil in Ton gedrückt. Die so beschrifteten Tontafeln wurden anschließend getrocknet oder gebrannt. Durch ihre hohe Haltbarkeit sind viele dieser Tafeln auch heute noch lesbar.

Weitere Informationen:

UniVZ-Eintrag