RADAR

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Projekttitel

Anonymisierte Routinedaten aus der ambulanten Versorgung für die Versorgungsforschung (RADAR)

Projektziele

Das Projekt RADAR ist in den Bereichen Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik angesiedelt. Es dient der Nutzbarmachung von Routinedaten aus niedergelassenen ärztlichen Praxen für die Versorgungsforschung. Dabei handelt es sich vor allem um Daten über den Gesundheitszustand von Patienten und adäquate Gesundheitsleistungen. Die systematische Auswertung dieser Daten ist in Deutschland bislang kaum möglich. Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Gesundheitsdaten, unter die sog. besonderen Kategorien personenbezogener Daten gemäß Artikel 9 der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) fallen, unterliegen besonderen Anforderungen. Hinzu kommen technische und prozedurale Probleme.

Übergreifendes Ziel des Projekts RADAR ist folglich die Entwicklung eines Rahmenkonzepts und einer prototypischen Infrastruktur für einen praktikablen und sicheren Export von Gesundheitsdaten und der Verarbeitung elektronischer Patientenakten aus niedergelassenen Praxen. 

Teilzeile sind 

  • Entwicklung und Bereitstellung eines entsprechenden Datenschutzkonzepts 
  • Definition von Arbeitsprozessen und Schaffung adäquater IT- Werkzeuge den Datenexport 
  • Pseudonymisierung elektronischer Patientenakten über die in den meisten Arztpraxis-Software-Systemen vorhandene Behandlungsdatentransfer (BDT)-Schnittstelle der Arztpraxisinformationssysteme (AIS)
  • Erarbeitung von Mechanismen für die datenschutzkonforme Verwaltung von Identitätsdaten und Einwilligungen
  • Aufbau einer prototypischen Datenbank

In verschiedenen Szenarien liegt der Fokus auf Machbarkeit und resultierender Datenqualität.

Fernziel ist die Schaffung einer großen deutschen, fortlaufend aktualisierten Forschungsdatenbank, die repräsentative, anonymisierte Patienten- und Gesundheitsdaten aus ambulanter Versorgung und Werkzeuge zu deren Nutzung bereitstellt, ähnlich dem englischen Clinical Practice Research Datalink. 

Rolle der GWDG

Aufbauend auf den Erfahrungen der Universitätsmedizin Göttingen mit der Gewinnung von Patientendaten über die Behandlungsdatentransfer (BDT)-Schnittstelle der Arztpraxisinformationssysteme (AIS) im Rahmen einer Modellstudie zur Versorgungsforschung (siehe unten) wirkt die GWDG mit am Aufbau des Prototypen einer Datenbank zur langfristigen Sicherung der gesammelten Daten sowie der Gewährleistung rechtkonformer Datensicherheit. Hierbei fließen Erfahrungen aus anderen Datenmanagementprojekten und aktuellen Forschungsvorhaben ein.

Der Fokus der GWDG liegt in den Bereichen Datenmanagement und integrativer statistischer Datenanalyse. Hierfür werden Methoden und Analysetools entwickelt und getestet, um die Qualität der Daten zu optimieren, um signifikante Ableitungen daraus zu erhalten und die langfristige Wiederverwertung der Daten zu gewährleiten.

Projektförderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft. Förderkennzeichen: YA 191/10-2

Projektpartner

  • Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Community Medicine, Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health 
  • Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin und Institut für Medizinische Informatik 
  • TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (Dachorganisation für die medizinische Verbundforschung in Deutschland)

Die Projektleitung obliegt der Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin

Weiterführende Information

D. Wetzel, C. Scheidt-Nave, A. Rogausch, R. Heidenreich, J. Sigle, W. Himmel, N. Scheer, W. Niebling1, H. Böckmann2, M.M. Kochen, E. Hummers-Pradier »Medizinische Versorgung in der Praxis« – eine Modellstudie zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgungsforschung in Deutschland

 

Kontakt

Dr. Philip Wieder

Laufzeit

01.07.2016 - 30.09.2019

Internet

Website RADAR