Projekttitel

TextGrid: INSTITUTIONALISIERUNG EINER VIRTUELLEN FORSCHUNGSUMGEBUNG IN DEN GEISTESWISSENSCHAFTEN

Projektziele

TextGrid ist ein Forschungsverbund, dessen Ziel es ist, den Zugang und den Austausch von Informationen in den Geistes- und Kulturwissenschaften zu unterstützen. TextGrid entstand auf Grund des stetig wachsenden Interesses an einer virtuellen Forschungsumgebung für geistes- und kulturwissenschaftliche Disziplinen, die philologisches Edieren und kollaboratives Arbeiten vereinfacht. Das Projekt ist getragen von der Vision eines digitalen Ökosystems basierend auf der Fortentwicklung des Open-Source-Gedankens. Zielgruppen sind deshalb nicht nur Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen sondern auch Entwickler. Das System ermöglicht einen freien Austausch einzelner Komponenten und spezifische Anpassungen je nach den Bedürfnissen der Anwender und orientiert sich dabei an internationalen Standards wie Markup-Formaten (XML/TEI) und Metadatenkonzepten.

Projektübersicht

  • Seit September 2005 zählt TextGrid zu den der fünf akademischen Community-Projekten, die im Rahmen des D-Grid-Verbundes eine nachhaltige Grid-Infrastruktur in Deutschland aufbauen.
  • Im März 2009 schlossen sich diese fünf Community-Projekte zum Forschungsverbund „WissGrid – Grid für die Wissenschaft“ zusammen. (Koordination Georg-August-Universität Göttingen).
  • Im Sommer 2011 stand die erste stabile Version 1.0 zum kostenfreien Download bereit.
  • Seit Mai 2012 ist die Version 2.0. verfügbar.
  • Im Mai 2012 fand die Gründung des Vereins „TextGrid – Verein zum nachhaltigen Betrieb einer Virtuellen Forschungsumgebung in den Geisteswissenschaften e.V.“ statt.
  • Im Fokus der aktuellen Förderphase (2012-2015) steht die Etablierung eines nachhaltigen Dauerbetriebs. Die Software und das Archiv werden in enger Zusammenarbeit mit Anwendern, Fachwissenschaftlern und Fachgesellschaften auf eine langfristige Nutzerbasis gestellt.

Um die Überführung des TextGrid Repositories in den Regelbetrieb zu finalisieren, wurde das Hochverfügbarkeitskonzept weiter umgesetzt und gleichzeitig eine Konsolidierung der Dienstinfrastruktur vorangetrieben. Insbesondere die Zusammenführung der Repositorien von TextGrid und DARIAH wurde im Zuge des nachhaltigen Betriebs virtueller Forschungsumgebungen in Deutschland vorangetrieben.

Mittlerweile nutzen Wissenschaftler aus der Editionsphilologie, der Linguistik, der Kunstgeschichte, der klassischen Philologie und der Musikwissenschaft TextGrid als virtuelle Forschungsumgebung.

Die Rolle der GWDG

Die GWDG arbeitet im Verbund TextGrid primär in folgenden Arbeitspaketen:

  • Technischer Regelbetrieb, Architektur, innovatives Evolutionspotential
    Ziel dieses Arbeitspakets ist die technische Verstetigung der TextGrid-Infrastruktur sowie die Vorbereitung des Regelbetriebs des TextGrid „Repository“ bei der GWDG.
  • Qualitätsmanagement
    Ziel des Arbeitspakets ist die Erstellung eines Handbuchs, das die verschiedenen Aspekte des Qualitätsmanagements dokumentiert und als Anleitung für einen Regelbetrieb der TextGrid- Middleware dient. Das Qualitätsmanagement umfasst Administration, Technische Dokumentation, Bugfixing und Monitoring.
  • Performanz, Skalierbarkeit, Lasttests
    Auf Grundlage eines High Availability-Konzept entwickelt die GWDG Lösungen für einen möglichst ausfallsicheren Produktivbetrieb.

Hauptaufgabe ist, die Erfahrungen aus dem Rechenzentrumsbetrieb nachhaltig in TextGrid zu verankern und auf diese Weise ein bereits produktives System in den verlässlichen Regelbetrieb zu überführen.

Projektförderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung. Förderkennzeichen: 01UG1203A und-C.

Projektpartner

Gemeinsam mit der GWDG sind die nachfolgenden Einrichtungen Mitglieder des Forschungsverbundes TextGrid.

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin
DAASI International GmbH, Tübingen
Fachhochschule Worms, Fakultät für Informatik und Telekommunikation
Georg-August-Universität Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Institut für Deutsche Sprache, Mannheim
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Deutsche Philologie
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
Technische Universität Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft
Technische Universität Darmstadt, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft

Die Konsortialleitung obliegt der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

 

 

Kontakt

Dr. Philipp Wieder

Laufzeit

01.06.2012 – 30.05.2015
(aktuelle Förderperiode)

Webauftritt

Projektseiten TextGrid